Fazit und Fakten

Montag, 16.12.2013

So meine Lieben, nun ist es soweit und die 147 Tage/21 Wochen in Australien sind schon wieder vorbei! Nachdem wir noch zwei nette und entspannte Tage in Brisbane verbracht haben, unser letztes Geld und noch mehr ausgegeben und die letzte australische Sonne inkl.deren Untergang genossen haben, sitzen wir jetzt am Flughafen und warten darauf, dass der Flieger uns um 2.35h einsammelt und nach Hause bringt! Das gibt mir den Anlass, noch einmal ein bisschen Revue passieren zu lassen, ein paar Fakten an euch weiterzugeben und euch abschließend noch ein paar interessante Unterschiede zwischen Australien und Deutschland mit auf den Weg zu geben!

Ich hatte ein sooooo tolles halbes Jahr, habe so tolle Leute kennen gelernt, viel erlebt, viel gesehen, neues gelernt (Surfen, Schnorcheln), mein Englisch aufpoliert, Reiseführer gespielt und einfach das entspannte Leben hier in Oz genossen! Wenn ich mir im Nachhinein überlege, was ich Anfangs für einen Stress gemacht habe wegen der Jobsuche (und dabei wohl auch anderen Sorgen bereitet habe), muss ich sagen, dass die 2 Wochen Jobsuche ja doch eher ein Klacks waren und der Job, den ich letztendlich bekommen habe, auch echt toll war, entspannte Chefs (bis auf meine Chefin zum Schluss), super Kollegen und chiliges Arbeiten! Ich wurde immer wieder gefragt, warum ich mich für Australien entschieden haben und konnte nie eine klare Antwort nennen, außer, dass es schön weit weg ist, das Wetter zu 97% immer gut ist und ich jetzt endlich mal länger Zeit hatte, hierher zu reisen. Wenn mich jetzt einer fragt, warum man nach Australien reisen sollte, wüsste ich kaum, wo ich anfangen sollte...

1. Die Menschen: Ich bin ja nun auch schon etwas rumgekommen in der Welt und habe nirgendwo so entspannte und fast ausschließlich freundliche Leute getroffen (egal ob Aussies selber oder Zugewanderte)

2. Das Wetter: Von meinen 3,5 Monaten in Sydney hat es nur an 6 Tagen geregnet (Sorry Mama und Papa, ihr habt irgendwie die falsche Zeit erwischt, obwohl es ja auch hauptsächlich kalt war und nicht nur nass)

3. Das Land selber: Ich habe bei meiner Rumreiserei soooo viele verschiedene Landschaftstypen gesehen, von trockener Einöde nahtlos übergehend in üppigstes Grün, von kilometerweit kein Haus zusehen bis in die nächste vollgepropfte Stadt und so weiter

4. Das Meer (zumindest bis Townsville): Hab ich ja schon von Anfang an über das Meer in Sydney geschwärmt, wurde es speziell nach Norden hin, immer fantastischer mit dem Höhepunkt rund um die Whitsunday Islands

Reicht das vorerst?

Wenn ich also zuhause ankomme, bin ich insgesamt 34446km geflogen (inkl.Inlandsflüge), habe über 6000km mit dem Auto zurück gelegt (von gelaufenen Kilometern will ich gar nicht erst reden!!), ca 750l Sprit verbraucht, 5 verschiedene Bundesstaaten gesehen ( New South Wales, Victoria, Australian Capital Territory, Tasmanien und Queensland), bin in 26 Städten gewesen, bin ca 90x Bus gefahren (laut meiner sämtlichen Zehnerkarten), habe um die 45 Mückenstiche abgekriegt und viel zu oft Spaghetti und Toast gegessen. Zwinkernd

Was in Oz anders ist als zuhause:

- das Bekannte, man fährt hier links, das scheint einzuschließen, dass Türschlösser auch links herum schließen

- Fahrgäste bedanken sich beim Busfahrer für´s gefahren werden (das hat mir besonders gefallen. Vielleicht sind die meisten Busfahrer deswegen auch freundlicher als zuhause)

- im Supermarkt gibt es Selbstbedienungskassen (bei Ikea ja mittlerweile auch), das Vertrauensprinzip herrscht hier

- wenn man jemanden anrempelt braucht man sich eigentlich nicht entschuldigen, da sich der Angerempelte dafür entschuldigt, im Weg gestanden zu haben. Wobei eigentlich immer beide Beteiligten sich entschuldigen

- Alkohol gibt es ausschließlich in Bottle-Shops oder in Liquor Stores, es ist verboten, ihn in der Öffentlichkeit zu trinken

- es gibt kostenlose (!!!) Bus bzw. Fähr-Shuttles in den Großstädten

- Steckdosen haben An- und Ausschalter

- in jedem Park oder auf jeder freien Fläche steht ein Barbecue, meist umsonst, viel genutzt und trotzdem fast immer tippitoppi sauber

- wer keinen Coffee to go kauft sondern zuhause selber Kaffee macht, trinkt vorzugsweise Instant Kaffee und es ist eine Selbstverständlichkeit, dass man beim Kaffee bestellen die Auswahl zwischen Vollfett, Halbfett, Garkeinfett und Sojamilch hat

- Burger King heißt hier Hungry Jacks, schmeckt aber gleich

- es gibt praktische Spülschwämme, die einen mit Spüli gefüllten Griff haben

- und auffällt, wer kein Tattoo hat!

 

So, im Großen und Ganzen sind das so die wichtigsten Sachen, die mir aufgefallen sind und von denen ich dachte, es könnte euch interessieren! Ich möchte mich jetzt noch einmal von allertiefstem Herzen bei euch bedanken, dass ihr meine Reise hier so interessiert verfolgt habt, mich immer wieder ermuntert und erheitert habt! In Gedanken wart ihr immer bei mir und ich freue mich inzwischen unsäglich darauf, euch dieses ganze Zeugs nochmal persönlich bei einem Glühwein oder Eierpunsch (brrrrr....) zu erzählen!!!! Seid also noch ein letztes Mal rein virtuell allerallerallerliebstens gegrüßt und allerallerallerherzlichst gedrückt!!!!!

Daaaaankeeeeeeee

Final Countdown...

Freitag, 13.12.2013

Hallo ihr Lieben!

Nun sind wir schon in Brisbane, was bedeutet, dass wir keinen Van mehr haben, nicht mehr auf Campingplätzen übernachten und außerdem schon fast wieder zuhause sind...

Aber zurück zu unseren letzten Stopps. Nach unserem berauschenden Segeltörn sind wir nach Townsville gefahren, wo wir drei Tage bleiben wollten und mehrere Tagestrips geplant hatten. Am Samstag abend sind wir an der Strandpromenade entlag gebummelt, ich muss sagen, ich war seeehr enttäuscht! Das Meer ist hier nur noch braun und schwimmen darf man hier weiterhin auch nicht ohne Stingersuit oder in speziell abgetrennten Schwimmbereichen oder dem Pool. Am Strand gab´s auch witzige Erste-Hilfe-Maßnahmen (siehe Fotos). Aber ich hatte irgendwie eine Promenade mit Bars und Shops erwartet, wurde aber eines besseren belehrt. Rechts waren Wohnhäuser, entlang der Promenade das ein oder andere Café oder Bistro und das war´s. Naja, es war ja noch ein Ausflug nach Magnetic Island und nach Charters Towers geplant, also war das schon ok.

Strandpromenade I Strandpromenade II Schwimmbereich Erste Hilfe Magnetic Island vom Land aus

Sonntag ging´s dann mit der Fähre nach Magnetic Island, einer kleinen Insel direkt vor Townsville. Hier sind wir erst mit dem Bus zur Horseshoe Bay gefahren, wo ein kleiner Markt stattfand und anschließend zu einem weiteren Highlight dieser Tour, ins Bungalow Bay Koala Village um KOALAS ZU KNUDDELN!!!! Aber dieses Vergnügen mussten wir uns erst verdienen, in dem wir Schildkröten, komische Eidechsen oder Agamen oder was auch immer in die Hand nehmen, uns von einem Riesenkakadu Körner aus dem Mund picken und uns eine Schlange um den Hals legen lassen mussten. Ersteres muss ich zugeben, habe ich Miriam überlassen, beim Kakadu und der Schlange war ich dann wieder dabei! Und dann kam unser großer Moment... Der Reihe nach bekamen alle in der Gruppe den Koala, Mathilda, auf dem Arm!!! Also, auch auf die Gefahr hin, wirklich infaltionär mit meinen Highlight-Ausrufen umzugehen, das gehörte definitv mal wieder zu meinen Highlights!!!!! Anschließend mussten wir noch Papageien füttern, was doch nah an einen Tinnitus führte. Meine Güte.. Was für ein Lärm... Und hunderte, ach was, tausende, ach was, millionen von Papageien um uns herum... Aber, WIR HABEN EINEN KOALA AUF DEM ARM GEHABT!!!!!!! Also, den Rest des Tages war uns das Grinsen ins Gesicht eingemeißelt... Hach war das toll!!! Und nur mal nebenbei... Koalas sind überhaupt nicht kratzig und riechen auch nicht nach Hustenbonbon!!!!

Hohoho mein neues Auto ;-)so kann es aussehen, wenn die Würfelqualle zuschlägt Wieder was gelernt, so wachsen Ananas Schwein + Bär = Wombat ooohhh..... ich bin verliebt!!! so verliebt!! Mathilda... neuer Haarschmuck

So, nacdem wir quasi zurück geschwebt sind, ging´s grinsend ins Bett. Montag sind wir dann ins "Outback", nach Charters Towers, gefahren. Das ist eine ehemalige Goldgräberstadt, recht weit außerhalb. Auch hier waren wir etwas enttäuscht. Laut Reiseführer sollten hier mehrere historische Gebäude zu besichtigen sein und der Goldrausch "noch zu spüren"... Pfff... Nix da. Es war einfach nur warm, ganz nett zum bummeln, aber das war es dann auch schon. Die zu besichtigenden Sachen waren zur Zeit nur auf telefonische Anfrage anzugucken. Naja, dafür können wir jetzt behaupten, schonmal im Outback gewesen zu sein. Etwas enttäuscht sind wir dann recht früh zurück gefahren und haben den Tag am Pool auf dem Campingplatz ausklingen lassen.

Von Townsville ging es dann am Dienstag auf die allerletzte Roadtrip-Etappe nach Cairns. Verdammt wie die Zeit rennt... Auch hier ging´s zuerst zum Pool, da man hier auf Grund der extrem hohen, weil Tropen, Luftfeuchtigkeit echt Abkühlung braucht. Mittwoch war dann mal wieder Shopping angesagt. Cairns hat eine ganz niedliche Innenstadt, natürlich komplett auf Touristen ausgerichtet, aber das sind wir ja auch, also ab in die Souvenirshops und anschließend ins klimatisierte Shopping Center. Der Rucksack ist ja noch nicht voll genug... Um uns vom ganzen Shoppingstress zu erholen sind wir dann noch zur Lagune gefahren, wieder ein künstlich angelegter Salzwasserpool am Strand, da das Wasser hier auch eher braune Plörre ist. Da scheinen wir nun doch sehr verwöhnt zu sein von Sydney bis Airlie Beach... Aber so isses gut zum Abgewöhnen! Die Lagune ist also eher ein Freibad, aber mit Strand! Nach einer fast schlaflosen Nácht, weil sich einfach kein Windhauch in unserem Van bewegen wollte und wir vor Hitze nicht ans Schlafen kamen haben wir an unserem letzten Tag gestern noch eine Fahrt mit dem Kuranda Scenic Railway gemacht, einem Zug aus dem frühen 20.Jahrhundert, der von Cairns nach Kuranda fährt, durch den Regenwald. Wow, tolle Aussichten aus dem Zug! Sooooo viel grün! Zwischendurch mal ein Wasserfall und weiterhin gaaanz viel grün!!!! Kuranda selbst nennt sich "Village in the Rainforest" und ist eigentlich nur eine Aneinanderreihung von Souvenirshops und Bistros. Und wir haben uns in Carins ganz doll eingeredet, dass wir nichts mehr brauchen... Also nur Window Shopping! Aber trotzdem sehr schön und sehr waaarm!!! Auf dem Rückweg haben wir fast den ganzen Weg verschlafen, aber wir "kannten" die Aussicht ja nun schon!!

Lagune in Cairns unser Zug Mangos im Überfluss Road to nowhere... Ficus

Heute morgen wurden dann Reste gefrühstückt, unsere Stühle, Toaster, Sonnencreme etc an ein deutsches Pärchen, das wir abends in der Campkitchen kennen gelernt hatten, verschenkt, da wir es so oder so hätten wegschmeissen müssen. Beim Packen bin ich dann fast geschmolzen... Der Regen von letzter Nacht hat hier nicht die luftreinigende Wirkung wie zuhause... Eher im Gegenteil! Anschließend gab es eine Katzenwäsche für den Van und schon ging´s es zum Autoverleih um unser Zuhause der letzten drei Wochen abzugeben. Mit ein bisschen Schwund (Miriam hat z.B. eine Müslischüssel im wahrsten Sinne in den Wind geschossen, beim Weitraubenreste-aus-dem-Fenster-schütten) mussten wir uns verabschieden und auf den Weg zum Flughafen machen. Tja, nun sitzen wir hier auf der Dachterasse im Hostel und ich kann gar nicht glauben, dass ich in drei Tagen schon wieder zuhause bin... Die Zeit rennt!!!!! Aber ich freu mich mehr und mehr auf zuhause!! Und auf euch alle!!!!

In diesem Sinne! Seid wie immer allerherzlichst gegrüßt und gedrückt... Zum vorletzten Mal im übertragenenen Sinne!!

Ich hab das Paradies gesehen...

Freitag, 06.12.2013

Hallo ihr Lieben!

Erstmal wünsche ich euch allen einen schönen Nikolaustag! Ich hoffe, eure Stiefel waren gut gefüllt! In unsere Flipflops passt ja leider nix rein, und bei 35°C würde eh jeder Schokonikolaus schmelzen ,hihi!

Wir haben ein paar ereignisreiche Tage hinter uns, aber ich fange mal langsam an...

Von Noosa aus ging es am Sonntag erstmal weiter nach 1770. Hier wollten wir uns eigentlich die Stadt ein wenig anschauen, sind aber am Strand direkt vorm Campingplatz versackt, um uns dort noch ein bisschen von unserer Fraser Island Tour zu erholen. Abends gab es einen wunderschönen Sonnenuntergang und frühes Ins-Bett-Gehen, da dort wieder einiges an Viechzeug unterwegs war und es dadurch immer recht ungemütlich wird, so unter Mücken und so.

Von 1770 aus ging es dann weiter nach Sarina, ein Ort, der sich ausschließlich zum Zwischenstoppen eignet. Ich bin dort jedoch kurzfristig in Weihnachtsstimmung gekommen, da eine Camperin gegenüber ihren Wohnwagen "wunderschön" weihnachtlich dekoriert hat,mit schön viel Blingbling und so...

Also ging es Dienstag flott weiter nach Airlie Beach, um von hier aus unseren Segeltörn zu den Whitsunday Islands zu starten. Dienstag nachmittag haben wir uns dann im Pool vergnügt, da man hier wegen der Würfelquallen nicht ohne Stingersuit schwimmen darf und wir nicht in die überfüllte, extra angelegte Lagune wollten.

so lässt es sich leben...

Mittwoch mittag war es dann endlich soweit und wir konnten schwer beladen zum Treffpunkt des Schiffsanlegers laufen, bei ca 33°C und keiner Wolke am Himmel... Unser Abenteuer auf der "Broomstick" konnte also losgehen. Mit einer bunt gemischten Gruppe von 25 Leuten aus Irland, USA, England, Italien, Frankreich und Deutschland wollten wir nun 3 Tage zwischen den Whistunday Islands herum segeln.

Unser Boot v.l. Captain Rob, Koen und Bo unsere Route

Am Mittwoch selber ging es dann erstmal zum Schnorcheln. Für mich das erste Mal... Mit einer ordentlichen Portion Respekt und auch etwas Bedenken, ob ich wohl mit Schnorchel atmen kann, ging´s ab ins Wasser rund ums Great Barrier Reef... Was soll ich sagen? Es war fantastisch!! Obwohl ich den Korallen weiterhin respektvoll aus dem Weg gegangen bin, zumindest Abstand genommen habe, speziell nachdem sich Miriam mal direkt ein Andenken mitgenommen hat, einen ordentlichen Kratzer am Fuß, da die Korallen doch näher an der Wasseroberfläche waren, als gedacht. Aber es war echt toll!!! Zurück auf dem Boot hab ich dann Miriam verarztet und die restlichen Korallenspitzen aus dem Fuß entfernt... Autsch!! Abends ging es dann zu einem lauschigen Plätzchen irgendwo auf dem Meer, zum Sonnenuntergang und übernachten. Ersteres war traumhaft schön, letzteres dank der doch recht engen Kojen eher mittelmäßig.

Souvenir das Bett hinten oben war unsers... gepflegtes Abhängen

Bevor es jedoch ins Bett ging kam sehr chilige Stimmung auf, da nette Musik lief und wir an Deck lagen und die Sterne beobachtet haben, dabei ca. 7 Sernschnuppen!! Während das "junge Volk" sich oben an Deck noch weiter bespaßt hat sind wir dann schon mal ins Bett gegangen. Da der Wind nicht mitspielte sind wir fast ausschließlich mit Motor gefahren. Gestern war dann um 5.30h die Nacht zuende. Kaffee, Cornflakes und nette Musik zum Frühstück und weiter ging´s zum Whitehaven Beach, dem Paradies auf Erden. Mit dem Motorboot wurden wir vom Schiff zum Strand gebracht... Zum ersten, und wohl auch letzten Mal in meinem Leben war ich um 7h MORGENS am Strand. Da der frühe Vogel ja bekanntlich den Wurm fängt, waren wir die ersten am Strand. Den sind wir dann erstmal gemütlich entlang geschlendert und haben festgestellt, dass die Fotos, die man sonst so im Internet oder auf Postkarten sieht, absolut nicht bearbeitet sind... Es sieht wirklich exakt so aus!!! Schneeweißer Puderzuckersand, kristallklares, türkises Meer und keine Menschenseele außer unserer Truppe!!! Der einzige Haken war, dass wir nur mit diesem dämlichen Stingersuit ins Meer durften... Es war soooooo verlockend einfach reinzurennen... Naja, nach ein bisschen Fotoshooting und Sonnenbaden ging´s dann auf zum "Bushwalk", hin zu einem Lookout über den Strand. Diesmal noch blöder als auf Fraser, nämlich barfuß...

Am Lookout haben wir uns auch ordentlich die Füße verbrannt... Was den Rückweg noch unangenehmer gemacht hat. Aber die Aussicht hat alles wieder wett gemacht! Von hier konnte man das berühmte Marmormuster aus Sandbänken und Wasser sehen. Ich kann mich nur wiederholen: Fantastisch! Unfassbar schön!! Kaum zu glauben, dass wir wirklich dort waren!!

unsere sexy Stingersuits vom Lookout fast die ganze Truppe

Nach ca 4 Stunden wurden wir wieder eingesammelt. Dann ging´s erst richtig ab, der Wind passte und somit mussten ein paar der Jungs helfen, die Segel zu hissen, wir wurden von der dem Wasser zugeneigten Seite verscheucht und auf die andere Seite geschickt, um dort weiter faul abzuhängen. Nach ein bisschen nettem "Rumgesegle" hatte der Captain dann Lust auf Action. Also wurden wir auf die sichereren Plätze verwiesen und ab ging´s... Gefühlt im 90°-Winkel zum Wasser... Ich saß hintem am Heck und war endlich mal froh über die Bodenschwellen, über die ich sonst immer nur blöd gestolpert bin. Denn an denen konnte ich mich abstützen um meinem Gegenüber nicht in den Schoß zu fallen. Dann wurde gewendet (oder wie auch immer das heiß, sorry Papa, ich müsste es besser wissen...) und das ganze Spiel ging jetzt andersherum, jetzt saß ich unten und musste hoffen, dass sich mein Gegenüber artig und kräftig abstützt. Es war anstrengend, aber suupeer lustig! Wobei ich hier anmerken möchte, dass ich Segeln toll finde, solange ich irgendwo sitzen kann und mich nur um mein Wohlergehen kümmern muss... Zuviele Seile zum Ziehen, zuviel Kraft und Koordination... Also Hut ab an alle aktiven Segler.

gut festhalten da oben bitte leichte Schieflage

Anschließend wurden wir zum Sundowner auf eine kleine Insel gefahren. Dort konnten wir vom Strand aus Schildkröten im Wasser beobachten. Auch hier wieder "der frühe Vogel...". Kaum hatten wir es uns bequem gemacht, kam auch schon das nächste Boot und das übernächste an. Aber die Insel war grade groß genug für alle.

das ist die gesamte Insel... Hey dude!

Nach unserem Snack ging es dann wieder auf´s Wasser, ab in eine kleine Bucht zum Übernachten. Beim Sonnenuntergang auf dem Boot sitzen und wieder nette Musik hören... Einfach unbezahlbar!!! Die zweite Nacht war dann nicht mehr ganz so ruhig, alle, die am Abend vorher noch leise durch´s Boot geschlichen sind und die Musik irgendwann leiser gemacht haben, warne ständig unterwegs, laut geredet und rumgetrampelt. Außerdem war es affenwarm unten im Boot... Und dank einsetzender Flut rummsten die Wellen schön regelmäßig gegen das Boot. Naja, um 6h war die Nacht eh wieder beendet. Zum Sonnenaufgang mit Kaffee und Zigarette...Toll!! 

Heute wurden wir noch einmal zu der kleinen Insel gefahren, um nach Schildkröten suchend zu schnorcheln. Der letzte Schnorchelgang war aus meiner Sicht eher mittelmäßig, meine Taucherbrille ist ständig voll Wasser gelaufen, die Korallen kamen mir, bzw. ich ihnen, heute etwas zu nahe, so dass ich eine klitzekleine Schramme mitgenommen habe und mich dermaßen erschrocken habe, als ich auf einmal was am Fuß kratzen gefühlt habe, dass es mit meiner Entspannung eh dahin war... Und Schildkröten hab ich auch nicht gesehen. Pah... Dann bin ich mit Miriam an den Strand geschwommen und hab noch ein bisschen Sonne getankt, da man hier zwar Muscheln suchen kann, diese dann aber nicht mitnehmen darf... Wie doof! Als wir dann schließlich alle wieder eingesammelt wurden, war es auf dem Boot verdächtig ruhig... Alle waren ziemlich k.o., teilweise verkatert oder einfach nur müde. So sind wir dann ganz gemächlich wieder Richtung Airlie Beach Hafen geschippert. Von dort aus noch einen kurzen, verschwitzten Fußmarsch zum Campingplatz und ab unter die heiß ersehnte Dusche!! Auf dem Schiff hat sich das Duschen nämlich etwas schwierig gestaltet, da es erstens nur eine Dusche für 28 Leute gab, aus eben dieser auch nur ein Rinnsal an Wasser kam, so dass sich zumindest alle Mädels gesagt haben, dass das Duschen halt mal zwei Tage ausgesetzt wird... Heut war es dann allerdings auch echt Zeit, Salzwasser und Sand hinterlassen ja doch Spuren... Nach der Dusche und kurzem Powernap ging´s dann bei brütender Hitze nochmal kurz in die Stadt, ein bisschen bummeln. Hier merkten wir, dass das Segeln doch Wirkung auf uns hatte, irgendwie hat sich der Boden ständig bewegt und wir hatten das Gefühl, immer noch auf dem Meer zu sein. Das hat sich aber mittlerweile zum Glück gelegt. Jetzt liegen wir im Bett und warten darauf, dass es sich etwas abkühlt.. Wohl vergebens.

Naja, es wird immer schwieriger, sich vorzustellen, dass es zuhause grad entweder stürmt oder schneit... Und ich schiebe diesen Gedanken auch so weit wie möglich noch von mir!!! Seid also wie immer herzlichst gegrüßt und gedrückt!!!

Fraser Island... Wow!!!

Samstag, 30.11.2013

Hallo meine Lieben!

Nachdem wir nun, dank unserer Spontaneität (wir hatten angenommen, es wäre einfach, spontan eine 2-tägige Tour nach Fraser Island zu buchen... War es nicht!!) seit Montag in Noosa fest gesessen haben, wo wir dann mal die Zeit zum Wäsche waschen und am Strand faulenzen genossen haben, waren wir ab Donnerstag wieder etwas aktiver. Zuerst haben wir den Coastal Track im Noosa National Park gemacht. Und waren wieder einmal völlig hingerissen von so viel türkisem Meer!! Grundsätzlich war der Weg bequem zu laufen, aber da es, je weiter wir nach Norden kommen, immer wärmer und auch etwas feuchter wird, hat uns der Marsch doch ein bisschen ins Schwitzen gebracht! Zur Belohnung konnten jedoch noch einen weiteren Haken auf unserer WILDLIFE-TO-SEE-Liste machen: Schildkröten!!

Main Beach Noosa der braune Punkt ist eine Schildkröte!!!

Gestern Morgen wurden wir dann um 6.15h (!!!) vom Bus abgeholt. Erschreckend haben wir festgestellt, wieviele Leute hier um diese Uhrzeit nicht nur wach, sondern auch äußerst aktiv sind. Naja, der Bus sah aus, wie ein umfunktionierter Müllwagen. Zuerst haben wir uns artig hinten in den Bus gesetzt, wo bereits 2 Britinnen saßen, die einen leicht verkaterten Eindruck machten. Erster Gedanke: Oh Nein... Nicht so eine Partybus-Tour... Aber erstmal abwarten! Unterwegs Richtung Fraser haben wir noch dreimal angehalten, um Leute aufzusammeln. Insgesamt waren dann zu zehnt und der erste Eindruck, den die Mädels hinterlassen hatten, wurde schnell widerlegt. Mit uns an Bord waren eine dreiköpfige schwedische Familie, ein Amerikaner und ein Paar aus Österreich, alle im Alter von 23-65 Jahren. Eine gute Mischung. Unser erster Tourstopp hielt am Dolphin Center in Tin Can Bay. Dort kamen "wildlebende" Delphine in die Bucht, die man für 5$ füttern durfte. Ich bin zwar nicht geizig, aber das Geld wollte ich mir doch lieber sparen. Zu Recht... Jeder Besucher, der bezahlt hatte, bekam 1 (in Worten EINEN) kleinen Fisch, den er den Delphinen hinhalten durfte und das Ganze dauerte gefühlt nur Bruchteile von Sekunden. Miriam und ich waren etwas enttäuscht. Denn sobald Delphine von Menschen gefüttert werden, sind sie in meinen Augen nicht mehr wild. Naja... Hier hatten Miriam und ich auch beschlossen, das Angebot unseres (deutschen) Tourguides anzunehmen, und uns auf die Logenplätze vorne beim Fahrer zu setzen, da kein anderer Interesse hatte.

Von hier aus ging es dann weiter zum Schleppkahn, der uns und weitere Abenteuerlustige vom Festland nach Fraser Island bringen sollte. Nach etwa 10min waren wir auch schon am anderen Ufer und los ging die wilde Hatz. Vorn beim Fahrer hatte man eine Wahnsinnsaussicht auf den Highway. Das ist kein Witz... Der Strand auf Fraser (dort besteht alles aus Sand und es ist die größte reine Sandinsel der Welt) ist ein offizieller Highway. Hier fährt man in der Hochsaison tatsächlich 4-spurig! Wir hatten das Glück, dass mit uns nur 5 oder 6 weitere Autos übersetzten, so dass nicht allzu viel los war. Das Tempolimit ist 80km/h, und die hat Henning voll ausreizen können, da grade Ebbe und somit reichlich Platz zum Fahren war. Henning hat uns während der 100km, die wir am Strand entlang gefahren sind, mit reichlich Infos über Australien im Allgemeinen und Fraser Island im Speziellen versorgt und ist auch echt super gefahren. Bei jeder Kante im Sand, durch Frischwasser-Rinnsale verursacht, wurde er etwas langsamer, so dass nicht alle im Buss durcheinander purzelten.

Der Highway mit Gegenverkehr unser Müllwagen / Allradantrieb-Tour-Bus mein Logenplatz

Unser erster Stopp auf Fraser war das Maheno-Schiffswrack. Ein japanisches Schiff, dass 1935 dort auf Grund gelaufen ist. Vor der Kulisse mit blauem Himmel und weißem Sand echt ein toller Anblick! Das Betreten des Schiffes war leider aus Sicherheitsgründen verboten.

  Die Rückseite des Schiffs der Bug

Von hier aus ging es weiter zum Indian Head, Fraser´s östlichstem Punkt. Hier waren wir uns im Nachhinein uneinig, was der Australier (auch ein eingewanderter Deutscher, der seit 17 Jahren hier lebt), meint, wenn er Flipflops als geeignetes Schuhwerk zum Klettern ansieht... Wir wurden von ihm zur Spitze an den Klippen geschickt (und natürlich immer darauf hingewiesen, dass wir bei dem starken Wind nicht zu nah an den Rand gehen sollen) und haben unten stehend nicht angenommen, dass der Aufstieg durch etwas unebeneres Gelände führt, wo Flipflops unserer Meinung nach nicht zwingend geeignet waren.                                                                                                                             Von dort oben hatten wir eine tolle Aussicht über die Ostküste von Fraser und auf Schildkröten und Delphine.

zurück Richtung Süden hoch in den Norden Schildkröte dort sind Delphine, ich schwör´s!! etwas windig dort oben! der  

Nachdem alle heile wieder am Bus angekommen sind, brachte Henning uns zum Eli Creek, einem Wasserlauf, in dessen Strömung man sich direkt zum Strand treiben lassen kann. Nach kurzem Überlegen haben wir uns umgezogen und auf den Weg nach oben (netterweise schön ausgebaut durch eine Holzbrücke) gemacht. Was für ein Spaß!!! Leider etwas überfüllt, da mehrere Touren dort auch gehalten haben, aber trotzdem so witzig, dass wir es gleich zweimal gemacht haben!!

Ankunft am Strand

Vom Eli Creek ging es auf einen kurzen Abstecher zu den Pinacles, eine bunten Dünenformation. Auch hier, etwas nervig, sehr voll, so dass es schwierig war, ein Foto zu machen, auf dem mal niemand mit drauf war...

Von hier aus brachte Henning uns dann zu unserer Schlafstätte in Happy Valley, einem Dorf bestehend aus einem Resort, unserer Unterkunft und einer Kneipe mit zugehörigem Convenient Store und Bottle Shop. Unsere Unterkunft war echt super! Miriam und ich haben uns das Apartment mit den Engländerinnen geteilt, die beiden hatten das Zimmer mit Doppelbett und Ensuite Badezimmer und wir das Zimmer mit zwei Einzelbetten und Bad im Flur! Unten war eine schöne Terrasse, auf der es zum Dinner Barbecue gab und wir noch gefühlt bis Mitternacht zusammen gesessen haben. Tatsächlich war es 21h, als ich mit den letzten in die jeweiligen Zimmer gegangen bin. Aber wenn der Tag auch um 5h morgens anfängt und es um 19h abends zappenduster ist, kommt einem 21h auf wie mitten in der Nacht vor! Und da heute um 7h Abfahrt war, war es auch ok so früh ins Bett zu gehen!

Ziemlich pünktlich haben wir die Anlage bei bewölktem Himmel und Nieselregen in Richtung Fraser Island Rainforest verlassen. Da passte das Wetter ja wenigstens namenstechnisch. Die Fahrt dorthin war, wie Henning schon zu Beginn ankündigte, ein "bumpy ride", sehr holprig. Da die Wetterbedingungen nicht optimal waren, durch auflandigen Wind, der das Wasser recht weit an den Strand wehte, mussten wir nach einem kurzen Stück Highway über den Bypass zum Regenwald fahren. Aber auf diesem Stückchen Highway kamen wir zu unserem nächsten Häkchen auf unserer WILDLIFE-TO-SEE-Liste: Einem jungen Dingo! Fraser Island ist der einzige Ort in Australien, an dem noch reinrassige Dingos leben! Henning hatte uns morgens auf Dingospuren im Sand aufmerksam gemacht und ICH Adlerauge habe ihn dann zwischen den Felsen liegen sehen! Super Tourguide, wie Henning war, hat er gleich angehalten und uns aussteigen lassen. Jedoch nicht ohne uns ausdrücklich davor zu warnen, dem Dingo wirklich nicht zu nahe zu kommen, da sie Menschen durchaus beißen. Auf Grund solcher Übergriffe auf Menschen hat sich die Dingopopulation stark dezimiert, da die Ranger sie erschossen haben, um die Menschen (die dummen Touris, die sich nicht an Vorschriften halten können) zu schützen. Somit gibt es heute nur noch ca 150 Dingos auf Fraser!

Also weiter geht´s. Auf Grund dessen, dass es lange keinen kräftigen Regen gab, war der Sand zu vielen Haufen zerfahren, was uns häufiger mal aus den Sitzen gehauen hat. Mann, hatte ich Spaß!!! Wie Achterbahn fahren!! Wooohoooo!!                                  Auch im Regenwald hielt Henning Flipflops für völlig angemessenes Schuhwerk, und wir, die ihm trotz gestern, vertrauten, ärgerten uns kurz nachdem wir aufgebrochen waren, doch wieder. Aber eigentlich nur an einer Stelle, wo ein umgestürzter Baum uns zu sportlicher Aktivität nötigte...                                                                                             Da es ein subtropischer Regenwald ist, hielt sich die Feuchtigkeit in Grenzen und es war trotz leichten Regens sehr warm!! Und echt faszinierend!

der Versuch, während der Fahrt zu knipsen sieht gar nicht so wild aus auf dem Foto  optimal mit Flipflops tree-hugging

Nun fuhren wir zu unserem letzten Stopp auf Fraser, zum Lake McKenzie. Einem See, der seit Jahrtausenden nur von Regenwasser genährt wird und glasklar ist. Dank seiner Mineralien soll er die Haut verjüngen... Naja... Leider spielte das Wetter hier auch nicht mit. Bei blauem Himmel ist der See ebenfalls türkis, bei uns heut eher bräunlich, wie jeder andere See auch. Aber das Wasser war echt toll, richtig weich, da es einen pH-Wert von 3,5 hat.

glasklar!! beurteilt selbst, ob wir aussehen wie Anfang 20 Lake McKenzie ich im Jungbrunnen...

Nach einem leckeren Mittagsessen am See ging s dann auf den Heimweg, wieder auf die Buckelpiste. Den Rest konnten wir zum Glück wieder am Strand zurücklegen. Kurz vor Ankunft am Schleppkahn sahen wir dann noch einen Dingo, den wir leider nicht mit einem Fotostopp beehren konnten, da die Fähre auf uns wartete.

Den Rückweg von Fraser nach Noosa hat Henning sehr nett gestaltet, in dem er nicht, wie auf dem Hinweg, auf der Straße fuhr, sondern wieder am Strand entlang, diesmal am Rainbow Beach entlang. Nicht weniger interessant und bucklig! Leider regnete und windete es die ganze Zeit. Weshalb wir nur eine kurze Snackpause eingelegt haben, netterweise an einer Stelle mit Treibsand, zumindest stellenweise. Beim Fotoshooting mit Miriam vor den Klippen, fanden wir auch schnell raus, an welchen Stellen genau Treibsand war! Ohne größere Opfer beklagen zu müssen!!

  

Unterwegs kamen wir an einem Campingplatz direkt am Strand vorbei... Normalerweise ein Traum, aber unter den heutigen Bedingungen doch eher ein Albtraum...

nein DankeRainbow Beach... Schade...unser Ausblick nach hinten

Ordentlich geschüttelt und gerührt kamen wir dann gegen 16.30h wieder am Campingplatz an! Es war ein toller Trip!!!

Da wir ja schnell aus unseren Fehlern lernen, haben Miriam und ich unsere Zeit in Noosa genutzt, um uns bei einem Segeltörn zu den Whitsunday Islands einzubuchen. Gut so, denn da wir ja durch unseren ungeplant langen Aufenthalt in Noosa zeitlich etwas unflexibel geworden sind, mussten wir schon Abstriche bei der Art des Schiffes machen. Es wird also keine Katamaran, wie gehofft, sondern ein Segelschiff. Da wir allerdings auch nicht auf irgendeiner Party-Cruise landen wollten fielen wieder zwei weitere Boote raus, bis wir letztendlich, und gar nicht mal unzufrieden, zwei Plätze auf der Broomstick ergattern konnten. Dort geht es am Mittwoch los, für 3 Tage und 2 Nächte. Bis dahin haben wir jedoch noch ein paar Kilometer zu fahren. Deswegen geht es morgen dann endlich weiter bis nach 1770!

So... jetzt habt ihr aber auch einen ganz schönen Brocken gelesen und ich hoffe, ihr seid bis zum Ende gekommen, ohne vorher abzubrechen!! Ich freue mich immer wieder riesig über eure Kommentare und dass es euch immer noch so interessiert, was ich bzw. wir hier so machen!! Vielen lieben Dank dafür noch einmal!!!!!
Seid also wie immer allerherzlichst gegrüßt und gedrückt!! Und allen einen schönen 1.Advent morgen!!!

Dritte Etappe und schon ganz viel Wildlife gesehen...

Montag, 25.11.2013

Hallo ihr Lieben!

Zu allererst die nachzureichenden Fotos von Miriams ersten Tagen in Sydney

Abschied von meinen Kolleginnen Opera House by night Touri-Shopping auf dem Sydney Tower Und nein... Wir haben diese tollen Haarreifen nicht gekauft 

Unser Abenteuer entlang der Eastcoast begann damit, dass wir sehr zu meinem bzw. unserem Schrecken einen Schaltwagen anstelle eines Automatikwagens, wie mit Mama und Papa, als Van bekamen... Ich und mit links schalten??? Und das noch zusätzlich zum eh schon so viel konzentrieren und nicht ständig den Scheibenwischer statt Blinker anmachen... Das konnte ja heiter werden! Nach einer aufregenden Fahrt mit laut aufheulendem Motor bei zuviel Gas und Kupplung gleichzeitig aus Sydney raus ging es am Freitag morgen über den Pacific Highway nach Port Macquarie. Der Name verspricht mehr, als er halten kann. Man sieht den Pazifik GAR NICHT!! Dort kamen wir bei strömendem Regen an und waren einmal mehr heilfroh, dass wir kein Vorzelt aufbauen mussten. Vom Ort selber haben wir deswegen auch nicht viel gesehen. Also ging es abends früh ins Bett. Am Samstag morgen haben wir ein Koala-Hospital besucht... Mann o mann, diese Kreaturen sind aber auch einfach unfassbar süß!!!!!!

Von hier aus ging es weiter nach Ballina, einem kleinen Ort kurz vor Byron Bay. Bei Sonne angekommen haben wir uns schnell auf den Weg in die Stadt gemacht, um dann doch, auf Grund dunkler Regenwolken, auf halbem Wege wieder kehrt zu machen. Mit kurzem Fotostopp am Fluss...

Gut, dass wir uns auf den Rückweg gemacht haben, kurze Zeit später ging quasi die Welt unter... Es gab ein Riesengewitter mit ordentlichem Regen dazu... Also wieder ein Abend IM Camper... Morgens jedoch war wieder eitel Sonnenschein, so dass wir uns, im Gegensatz zu meiner ersten Tour mit Papa und Mama, lieber in den Schatten gesetzt haben!

Da Ballina sonst auch nicht viel zu bieten hat, sind wir dann gestern weiter nach Byron Bay gefahren. Auf der Suche nach einem günstigen Campingplatz direkt am Meer sind wir erst zu einem Platz gefahren, der sich im Nachhinein als alles andere als direkt am Meer gelegen entpuppte. Was die Aussies unter "easy beach access" verstehen, weiß ich nicht, aber etwas anderes als ich auf jeden Fall. Naja, aber so haben wir am Strand eine Riesenschildkröte gesehen, leider schon seit einiger Zeit tot...

nur mal so zum Größenvergleich

Also haben wir uns auf dem wirklich strandnahen, teureren Platz eingenistet und den Nachmittag am Strand verbracht... Diesmal mit nur minder erwähnenswerten Rötungen... Abends erlebten wir mein bisheriges Australien-Highlight (ich weiss, ich gebrauche diesen Begriff etwas inflationär, aber es gibt auch immer noch eins oben drauf...) Nachdem wir gegessen haben, sah ich hinter Miriam etwas graues über den Weg tapsen... EINEN KOALA!!!!!! Der war grad auf dem Weg vom einen zum nächsten Baum!! Und wir waren völlig aus dem Häuschen und unser Gestarre und Fotogafieren lockte natürlich auch andere Camper an. Eine gefühlte Ewigkeit haben wir ihn beobachtet, bis er die Nase voll von uns hatte, wieder runter vom Baum kam, um noch höher in den nächsten zu klettern.

Wheeeeee....

Sooooooo tollllll!!! Ich war sofort mit allem Regen, Gewitter etc wieder versöhnt. Nachdem es dann abends dunkel wurde kamen auch die Opossums (wenn einer den richtige Plural weiß, bitte melden) raus, eines sogar mit Baby an Board. Irgendwann wurd´s dann aber doch etwas viel Viehzeugs, Krabbelvieh, Mücken, Truthähne (die waren den ganzen Tag hier, aber nachts sind sie unheimlich, weil man sie nur im Gebüsch rascheln hört, aber nicht sieht), so dass wir uns lieber in den Camper verkrümelt haben, wo wir fast vor Hitze eingegangen sind. Aber ich beschwere mich nicht wegen Hitze... Nach den drei Wochen an der Südküste und in den Bergen bei 3-18° Grad bin ich höchst zufrieden mit dem Wetter!

Heute ging es dann nach Noosa. Auf dem Weg, also ca 18km vor´m Ziel, blinkte unsere Ölwarnleuchte in unregelmäßigen Abständen auf, so dass wir uns nicht getraut haben, noch "eben" bis nach Noosa zu fahren... Also haben wir mal den Ölstand gecheckt, was wir eigentlich jeden Morgen machen sollten. Und siehe da, kaum Öl... Also ab zur Tankstelle und Öl kaufen. Aber weil wir uns nicht sicher waren, ob man Öl auch bei warmem Motor auffüllen kann, sind wir sicherheitshalber zur Werkstatt gefahren. Papa war ja zuhause auch noch nicht wach, dass man ihn hätte fragen können... Der Mechaniker war dann so lieb, das Öl für uns aufzufüllen und wollte dafür nicht mal unsere Haribotüte als Dankeschön haben... Nun gut, erleichtert haben wir dann auch den Rest des Weges geschafft und sind nun auf einem schönen Campingplatz am Fluss. Fußläufig zum Meer ist auch hier Definitionssache, wenn man 40min Fußweg so nennen will. Beim Bierchen am Strand haben wir dann unseren ab hier beginnenden Strandurlaub eingeläutet, da wir erstmal 3 Tage hier bleiben und dann weiter nach Fraser Island ziehen...

Da Miriam schon neben eingeschlafen ist, mache ich mich jetzt auch mal bettfertig!

Seid alle wie immer allerherzlichst gegrüßt und gedrückt!!!!

Meine Tage in Sydney sind jetzt gezählt...

Donnerstag, 21.11.2013

Hallo ihr LIeben!

Nachdem ich am Montag Mama und Papa zum Flughafen gebracht habe und dort die nächsten 5 Stunden bis zu Miriams Ankunft mit telefonieren, Blog schreiben und rumbummeln verbracht habe, ist Miriam dann endlich mit dem letzten Flieger des Tages um 22.40h gelandet und um 23.15h auch endlich durch den Zoll durch gewesen. Dann ging´s dann erstmal müde zum Hostel und direkt ins Bett. Am Dienstag morgen bei endlich wieder strahlend blauem Himmel haben wir dann das Touriprogramm obligatorisch bei der Oper gestartet. Von dort weiter durch den botanischen Garten, dieses Mal haben wir zum ersten Mal auch für mich, die große Runde gemacht. Ich sehe also dank meiner Besucher auch immer noch neue Ecken hier (und es gibt noch Millionen Ecken, die ich bei meinem nächsten Sydney-Besuch erkunden muss Zwinkernd). Abends sind wir dann in meine alte "Hood", Bondi Junction, gefahren, zum Abschiedsessen mit zwei meiner Arbeitskolleginnen. Nach unserer Rückkehr zum Hostel wurde dann erstmal der Sonnenbrand gepflegt... Damit war ja nicht zu rechnen, bei quasi nicht vorhandener Ozonschicht... Aber ab jetzt wird wieder fleißig gecremt. (Fotos werden nachgereicht, habe grad kein Verbindungskabel für´s Handy...)

Gestern ging es dann auf den Sydney Tower, um diese wunderschöne Stadt noch einmal von oben zu bewundern, wieder bei klarem Himmel und Sonnenschein. So dollem Sonnenschein, dass Miriam sich in Darling Harbour beim Lunch erstmal in den Schatten setzen wollte. Naja, wenn man aus dem regnerischen, kalten Münster kommt, muss man sich wohl erstmal akklimatisieren. Abends waren wir in Surry Hills zum nächsten Abschiedsessen, diesmal mit Beatrice und Shamali, den beiden Schweizerinnen. Von Bea gab´s zum Abschied den Film über Bondi, Tamarama und Bronte "I love this Place", den wir neulich im Kino gesehen haben! Eine tolle Erinnerung!!!

Royal Botanic Garden Hyde Parc und St Mary´s Cathedral Woolloomooloo, Navy Hafen Ganz hinten liegt Bondi Darling Harbour Sydney HarbourIrgendwie passt hier was nicht... Sonne, kurze Hose und Weihnachtsmann auf einem Foto 

Heute haben wir uns dann auf den Coastal Walk gemacht, dieses Mal nur mäßig windig und somit wunderschön zu laufen. Für mich, obwohl ich den Walk schon zig Mal gemacht habe, ist es immer wieder toll!! Heute mischte sich leider auch ein großer Klumpen Wehmut dazu, da mir durchaus bewusst ist, dass ich den Coastal Walk zum vorerst letzten Mal mache, zum letzten Mal am Bondi Beach schwimme... Dass ich diese Woche eigentlich alles zum letzten Mal in Sydney mache, macht mich echt traurig! Auch, dass ich mich der Reihe nach von allen hier verabschieden muss, von den meisten wohl ziemlich sicher für immer oder zumindest für sehr, sehr lange Zeit Weinend Dabei freue ich mich riesig auf zuhause...

Nachdem ich dann auch noch Sal heute verabschiedet habe, muss ich zugeben, dass ich doch recht down bin und die ganze Zeit mit dem Heulkloß im Hals kämpfe, mal gewinne ich, mal der Kloß...

Ich hatte so eine schöne Zeit hier in Sydney und habe trotz allen Stresses am Anfang, der im Nachhinein auch eher lapidar wirkt, jede Minute bewusst genossen! Die Zeit vergeht einfach zu schnell, aber alles Schöne geht einmal zu Ende. Außerdem liegen ja jetzt noch 4 Wochen Strandurlaub vor mir, an den tollsten Stränden der Welt, in einem der tollsten Länder der Welt. Das ist dann auch ein gebührender Abschied...

Leider trübt die Abschiedsstimmung auch grad meine Aufbruchstimmung.

Nun ja, der Hunger kommt ja bekanntlich beim Essen, also wird ab morgen, wenn wir den Campervan abholen, Sydney hinter mir liegen und eine tolle Fart an der Küste vor mir/uns... Und langsam muss ich auch versuchen, in Weihnachtsstimmung zu kommen. Miri hat die Playlist dafür schon auf dem USB-Stick, damit wir dann bei 30°Grad Außentemperatur schön "White Christmas" singen können Cool

Also, Koffer bzw. Rucksäcke sind gepackt, so dass wir morgen nach dem Frühstück gleich auschecken und den Wagen abholen können. Zur Autovermietung müssen wir uns wohl noch einmal ein Taxi gönnen, da in den letzten drei Tagen der Souvenir-Kauf-Teufel zugeschlagen hat... Wir also mehr Taschen als Arme haben und den ganzen Krams nicht im Zug mit uns rumschleppen wollen/können.

Ich wünsche euch eine gute Nacht bzw. einen schönen Tag, zieht euch warm an, wenn ihr rausgeht Zunge raus

Seid wie immer herzlichst gegrüßt und umarmt!!!!

auf geht´s zum "Grand Finale"

Montag, 18.11.2013

So meine Lieben,

nachdem wir den Samstag in Hobart im MoNa (Museum of Old and New Arts) verbracht haben, und einstimmig feststellen mussten, dass unserer Familie das Kunstverständnis-Gen irgendwie abgeht, mussten wir dann am frühen Abend zum Flughafen und dort unser Auto abgeben und auf den Flieger warten, der uns in mein geliebtes Sydney zurückbringen sollte. Da dieser 1 Stunde Verspäötung hatte, hat Mama kurzerhand die Spielkarten rausgeholt und wir haben ein paar Ründchen Karten gespielt. Der Flug war kurz und angenehm, jedoch erst gegen 23h in Sydney, was bedeutete, dass wir erst um ca 0.00h im Hostel ankamen. Das Hostel liegt wahnsinnig zentral mit Blick auf Opera House und Harbour Bridge, auf historischem Grund in Sydney´s ältestem Stadtviertel, The Rocks. Für ein Hostel ist es ziemlich nobel ausgestattet, vor allem im Vergleich zu meiner ersten Bleibe in Bondi. Aber dafür auch weniger familiär. Für Mama und Papa war es eine Premiere, im Hostel zu übernachten, und auch das Zimmer mit einer fremden Person zu teilen. Und dabei hatten wir schon extra ein 4-Bett-Zimmer, wo maximal eine weitere Person hinzukommt. Aber beide hatten angenommen, den Altersdurchschnitt extrem in die Höhe zu treiben, wurden aber eines besseren belehrt und waren überrascht, wie viele Leute ihren Alters im Hostel übernachten!

Nun ja, gestern haben wir dann ihren letzten kompletten Urlaubstag im verregneten Sydney gemeinsam mit Beatrice auf dem Markt und im Souvenirshop verbracht, sind kurz bei Bea zuhause vorbei gefahren, um meinen zwischengelagerten Koffer abzuholen, damit Mama und Papa schonmal die ganzen, jetzt überflüssigen, warmen Sachen mitzugeben. Da ich ja hoffentlich ab Freitag nur noch Shorts und Badesachen brauche... Eine lange Hose habe ich hierbehalten, da ich gehört habe, dass es zuhause ganz schön kalt sein soll... Cool

Der heutige Tag war wieder total verregnet, aber warm, und wir haben nicht mehr viel gemacht. Wir mussten ja um 10h auschecken, auch ich, da ich ja das Zimmer wechsle mit Miriam. Somit haben wir uns wetterbedingt hauptsächlich im Hostel aufgehalten und Karten gespielt. Um 16h ging es dann etwas wehmütig zum Flughafen, wo ich die beiden schweren Herzens absetzen musste. Ich bin super froh, dass es den beiden so sehr gefallen hat!! Wir hatten einen tollen, erlebnisreichen Urlaub, die beiden konnten sich komplett zurücklehnen, mussten sich um nichts kümmern, da ich ja quasi als Reiseleitung fungiert habe und alle Telefonate, Buchungen etc. erledigen konnte. Ich freue mich, dass die beiden Teil meiner Australien-Erfahrung sind!!

Jetzt sitze ich hier, Mama und Papa sind seit 2 Stunden auf dem Weg nach Hause und Miriam auf dem Weg hierher... In ca 1 Stunde müsste sie landen! So ein nachmittag am Flughafen ist schon was dolles... Aber nach knapp 6 Stunden isses dann auch gut...

Ich freue mich schon riesig auf die nächsten 4 Wochen, wo ich Miriam erstmal "mein" Sydney zeige und dann mit ihr gemeinsam die East Coast entdecke! Jetzt muss ich nur noch wieder meine Beziehungen zu Petrus auffrischen und ihm noch irgendwelche Opfer bringen, damit das Wetter wieder schöner wird! Bei dem Wetter, was Mama und Papa in Sydney erlebt haben, glaubt mir doch kein Mensch, dass ich hier knapp 4 Monate bis auf drei Regentage nur Sonne hatte... Aber die beiden wollten den Regen mitnehmen und irgendwo in Bangkok oder Dubai lassen!!! Zwinkernd

Schade nur, dass die bevorstehende Tour bedeutet, dass meine Zeit hier in Oz dann wirklich langsam zuende geht... Aber ich freue mich wirklich auch auf zuhause und darauf, euch alle wiederzusehen!!!

In diesem Sinne, seid wie immer allerherzlichst gegrüßt und umarmt!!!

Endlich wieder Online...

Freitag, 15.11.2013

Hallo ihr Lieben!

Nachdem ich seit unserer Ankunft auf Tasmanien kaum Internetempfang hatte, muss ich jetzt einiges an Erzählungen aufholen...

Aaaalsooooo:

Montag morgen haben wir uns noch einmal auf den Weg zu den Twelve Apostles gemacht, um nun die andere Seite im Sonnenlicht zu sehen. Und es war wieder fantastisch!! Auf dem Rückweg nach Melbourne haben wir uns nochmal recht viel Zeit gelassen und an fast jedem Strand oder Lookout angehalten. Unter anderem an der Loch Ard Gorge, an der das Schiff "Loch Ard" 1873 gekentert ist. Es sind überall so faszinierende Felsformationen, und keine gleicht der anderen. Bis hierher hat Petrus auch ein Einsehen mit uns gehabt, aber kurz vor Ende der Great Ocean Road ging es dann allerdings bergab mit dem Wetter. Bei den Koalas haben wir auch wieder angehalten, dieses Mal allerdings die Papageien links liegen gelassen und uns nur auf die Koalas konzentriert. Jedoch mit nur mäßigem Erfolg, Erstens fing es nun langsam an zu fieseln und Zweitens haben dieses Mal alle Koalas weit oben in den Astgabeln geschlafen, so dass man schon sehr genau hingucken musste, um sie überhaupt zu finden. Naja, ich hatte ja schon mein Erfolgserlebnis. Von dort aus ging es dann nach Anglesea, wo sich auf einem Golfplatz eine ganze Kolonie an Känguruhs niedergelassen hat und dort den Rasen schön kurz hält. Sehr zum Leidwesen der Golfer. Wenn sich nämlich nervige Touristen, wie ICH, gar nicht vom Anblick und der Tatsache, so nach an den Känguruhs dran zu sein, losreissen können und somit die Golfer, trotz angeblich mehrmaligen Rufens (Ich hab nix gehört!!) nicht zum Abschlag kommen... Ähem...

Loch Ard Gorge Loch Ard Gorge Port Campbell Happy Family  on the Road ooohhh mann.... einfach mal auf´m Golfplatz rumhänegn... Baby an Board soo nah dran!!

Nun ja, nach einer kurzen Nacht in Melbourne, ohne weiteres Sightseeing dort, mussten wir dann unser inzwischen liebgewonnenes Zuhause wieder seinem ursprünglichen Besitzer übergeben, der Autovermietung... Schade eigentlich, wir hatten uns grade richtig eingegrooved... Aber dafür ging es ja auf ins nächste Abenteuer: TASMANIEN!!

Nach einer extrem schaukeligen nächtlichen Überfahrt, weil Windstärke 8-9 dem Schiff das Leben schwer gemacht hat, in einer mehr als überschaubaren Kabine auf der Spirit of Tasmania, kamen wir Mittwoch morgen um 6.30h in Devonport auf Tasmanien an. Laut Autovermietung einen Tag zu spät... Wir haben natürlich nicht die Nachtfahrt einkalkuliert, sondern sind nur vom Abgabedatum des Campers ausgegangen... Also war unser Wagen an zuverlässigere Mieter, die pünktlich waren, abgegeben worden... Aber ich wäre ja nicht Glückskind wenn wir nicht stattdessen sogar einen etwas größeren Wagen bekommen hätten Lachend Da es noch so früh am Morgen war ging´s dann erstmal stilgerecht zu Mc Donalds zum Frühstück und Landkarte studieren, um sich erstmal zu orientieren. Von Devonport aus ging es dann über den Narawntapu-Nationalpark, in dem wir nur kurz auf Stippvisite waren, da uns die Wallabys schon vor dem Eingang begrüßt haben und ich mein Tagesziel somit eigentlich schon erreicht hatte.

Spirit of Tasmania I die Sonne scheint in Strömen! unsere riesige Innenkabine Yay... Wallabys am Straßenrand schon wieder recht nah dran!

Tagesreiseziel war heute der Freycinet Nationalpark, bzw. Coles Bay zum Übernachten, mit Hauptziel Wineglass Bay. Hier musste ich Petrus versprechen, mein Erstgeborenes nach ihm zu benennen, damit wir das Ganze auch bitte bei strahlendem Sonnenschein erkunden konnten. Also wird mein erstes Kind nun entweder Petrus oder Petra heißen... Ab Ankunft im Nationalpark hatten wir strahlend blauen Himmel und Sonnenschein!! So konnten wir schöne Strandbuchten besichtigen und den Anstieg zum Lookout über die Wineglass Bay in Angriff nehmen. Wenn auch anstrengend, ist es mehr als lohnenswert!!!

kurze Verschnaufpause für mich auch... Uffff....Wineglass Bay Duuuuurssssst  Honeymoon Bay Muirs Bay

Von dort aus ging es dann gestern in die ehemalige Sträflingskolonie Port Arthur. Hier hat es sich Petrus dann mit mir total verscherzt, so dass ich meine weiteren Kinder nicht mehr nach ihm benennen muss. Bei strömendem Regen kamen wir recht spät nachmittags an, so dass man nur noch durch die Überreste der alten Stadt laufen konnte, ohne in vereinzelte Gebäude reinzukommen. Irgendwie waren wir alle etwas enttäuscht. Da wir vorher mal wieder nicht genau nachgelesen haben, was uns erwartet, hatten wir gehofft, einen schönen historischen Stadtkern mit Überresten aus der Strafkolonie-Zeit zu finden. Naja, da es eh regnete, machte das dann auch nicht mehr viel aus. Aber wunderschöne Blumen gab es im Park, und riesige Bäume...

ehemaliges Gefängnis

Von Port Arthur aus ging es dann heute zur finalen Tasmanien-Etappe nach Hobart. Auf dem Weg kamen wir durch das vom großen Buschbrand im Januar 2013 gezeichnete Süd-Ost-Tasmanien. Das war schon unheimlich, so viele abgebrannte und verkokelte Bäume über eine Riesenfläche verteilt zu sehen. Und dabei wiederum super interessant war, dass sich die meisten Bäume innerhalb von 10 Monaten fast wieder erholt haben, aus verbrannten Stämmen und Ästen sprießt das Grün wieder! Faszinierende Natur!!

Kunst aus abgebrannten Bäumen        

Müde und kaputt von knapp 3 Wochen intensivem Sightseeing war mir, ehrlich gesagt, so gar nicht mehr nach noch mehr angucken. Ich wär am Liebsten in irgendeinem Café sitzen geblieben und hätte mich mit Petrus ausgesöhnt, da wir heut wieder mit schönstem Sonnenschein beglückt wurden. Aber man befindet sich ja nicht auf der anderen Seite der Welt, um nix zu tun... Also haben wir uns auf den Weg zum Battery Point, Hobarts schöner Altstadt gemacht und haben dort ein bisschen rumgebummelt. Und anschließend doch noch einen Kaffee getrunken.

Am späten Nachmittag sind wir dann zum Campingplatz gefahren und haben dort unsere letzte Cabin für diesen Urlaub bezogen. Und uns zum Abschluss noch in den "Vorgarten" gesetzt, um die letzten Sonnenstrahlen zu genießen.

Morgen abend geht es dann per Flieger zurück nach Sydney, wo wir dann nochmal den Sonntag verbringen, bevor ich die erste Ladung Familie wieder nach Hause schicke, um die zweite Ladung dann hier zu empfangen.

Seid also wie immer allerherzlichst gegrüßt und gedrückt!!!!

Erster Meilenstein und noch weiter...

Sonntag, 10.11.2013

 

Hallo ihr Lieben!

Nach einem enspannten Donnerstag am Strand mit Stippvisite im saukalten Meer vor Lakes Entrance ging es am Freitag gut erholt weiter nach Wilsons Promontory, einem Nationalpark am südlichsten Punkt des australischen Festlandes.

Wooohooooo!!!!

Leider hat es fast die ganze Fahrt über geregnet, was die Vorfreude auf Wandertouren ziemlich eingeschränkt hat. Außerdem waren wir exakt 5 Minuten zu spät, so dass der Tourist vor uns den letzten Stellplatz mit Strom bekommen hat. Nun ja, somit haben wir es uns dann ohne Strom in unsere Kuscheldecken gemummelt im Camper gemütlich gemacht und gelesen. Zum Glück klarte der Himmel zum Abend hin noch einmal auf und wir haben uns zumindest auf den Weg zum Strand gemacht... Und wurden mit einem traumschönen Strand belohnt! Es sah aus wie in einem Robinson Crusoe Film, abgesehen von einer Handvoll Touristen. Auf dem Rückweg vom Strand hatten wir dann unser erstes Wildlife-Highlight: ein Wombat kreuzte ganz neugierig unseren Weg! WOW!! Ich flipp ja hier sofort aus, wenn ich ein Tier, was es bei uns höchstens im Zoo gibt, in echt sehe... Die sehen sooo lustig aus, vor allem in lebendig wesentlich niedlicher als tot am Straßenrand!! Die Papageien waren hier auf dem Campingplatz auch sehr zutraulich!  die Mündung des Tidal Rivers soo niedlich! sehr zutraulich! 

Gestern morgen ging es dann bei weiterhin wolkenverhangenem Himmel zum ersten großen Etappenziel, Melbourne. Früh morgens ging es los. Gegen frühen Nachmittag und mit den letzten Atemzügen meines Handys (welches als Navi fungierte und wegen nicht aufladen können nur noch mit 1% Akkuladung lief) haben wir den Campingplatz ca 9km außerhalb Melbournes gefunden. Von hier aus haben wir uns in den Bus gesetzt, um in die Stadt zu fahren. Ich wusste nicht so recht, was ich von Melbourne erwarten sollte, da ich so gar kein Bild von dieser Stadt im Kopf hatte. Das einzige was alle mir vorher gesagt haben, war, dass Melbourne eine tolle Atmosphäre hätte und sehr europäisch sei. Hmm... Ich bin auch nachher nicht schlauer... Dank der aufkommenden Sonne machte die Stadt einen netten Eindruck, hat mich jedoch nicht so fasziniert wie Sydney. Das kann natürlich daran liegen, dass man nur einen Tag dort war, aber ich bin immer noch froh, nach Sydney gegangen zu sein! Natürlich haben wir uns auch Melbourne von oben aus angesehen, vom Eureka Tower, dem höchsten Aussichtspunkt der südlichen Halbkugel. Von dort aus haben wir die Formel 1 Rennstrecke gesehen und die Spirit of Tasmania, die Fähre, mit der wir Dienstag nach Tasmanien übersetzen. Anschließend ging´s wieder zurück zum Campingplatz. Übrigens gab es hier die bisher traumhaftesten Waschhäuser, mit Fußbodenheizung!!!! Wobei ich hier mal erwähnen möchte, dass ich hier in Australien zu 97% supersaubere öffentliche Toiletten vorfinde!!

so hoch oben waren wir! den gab´s in Sydney lustigerweise auch... links der Bahnhof Eureka Tower windig ist es hier nicht...!! ICH WILL NEN KOALA!!!!!

Nach einigem Hin- und Hergeplane, wie und wann und wie lange wir die Great Ocean Road bis zu den 12 Apostles einschieben, haben wir uns entschieden, heute hinzufahren und über Nacht zu bleiben! Auf den ersten Kilometern der Great Ocean Road waren wir uns dann schnell einig, dass wir uns morgen auf dem Rückweg ruhig Zeit lassen und lieber auf einen weiteren Tag Melbourne verzichten können, um dafür die Küste etwas intensiver mitzunehmen!

Die Strecke ist der Wahnsinn!! Immer wieder kommt man an türkisblauen Küstenstreifen entlang. Heute war ich wieder mit fahren dran, so dass ich immer nur kurze Blicke erhaschen konnte, ohne uns ernsthaft in Gefahr zu bringen ;-) Aber da netterweise alle paar Hundert Meter ein Lookout ist, kann man sich von dort aus alles in Ruhe anschauen! Dank Shamalis Tipp, doch unterwegs in Kennett River kurz anzuhalten, wenn wir Koalas in freier Wildbahn sehen möchten, hatte ich heute mein zweites, noch größeres Wildlife-Highlight, einen schlafenden und sogar einen wachen und kletternden Koala zu sehen! Ich krieg jetzt noch rote Bäckchen vor Freude darüber!!! Wie kann ein Tier sooooo süß sein??? Ich will einen Koala als Haustier!!! Nachdem wir ca 30Fotos von den beiden Koalas gemacht haben, ging´s zurück zum Auto, vorbei an einer Papageienkolonie, die noch viel zutraulicher war, als die in Wilsons Promontory!! Mit ein wenig Körnerfutter angelockt, kamen sie gleich zuhauf angeflogen und machten es sich auf uns gemütlich! ICH, die Vögel eigentlich nicht zu meinen besten Freunden und liebsten Haustieren zähle, habe diese Tiere auf dem Kopf sitzen gehabt...

  huiiii... huiuiuiiii... huiuiuiuiuiiiiii...   OH! MEIN! GOTT! WIE! SÜß!!!!sooo nah dran!!! Koala in Action

Nachdem wir auf dem Campingplatz eingecheckt hatten und kurz, nur aus Prinzip, mal wieder vor´m Camper statt drinnen gesessen haben, haben wir uns spontan entschlossen, noch eben zu den nur 6km entfernten 12 Apostles, unserem eigentlichen Ziel, zu fahren. Und wir wurden mal wieder wettertechnisch belohnt. Bei Regen losgefahren und bei Sonne, die sich immer wieder durch die Wolken gekämpft hat, angekommen! Dick und winddicht eingepackt ging´s dann zum Wasser. Die Küste und die übrigen 7 der ehemals 12 Apostles sind ein umwerfender Anblick!! Die gesamte Küste ist faszinierend!! Und ich muss immer wieder feststellen, was für ein tolles und wunderschönes Land Australien doch ist! Wenn es doch nur nicht so weit von zuhause entfernt wäre...

erster Eindruck Mama mit dreilagiger Verpackung Wunderschön! Besuch?!

Morgen geht´s dann wieder ab auf die Straße, zurück nach Melbourne und von dort am Dienstag auf die nächste große Etappe, Tasmanien! Ich hoffe, dort ist es weniger windig und regnerisch und dafür wärmer...

Ich vermisse euch zuhause! Seid also wie immer herzlichst gedrückt und gegrüßt!!!

Ab jetzt wird entspannt...

Mittwoch, 06.11.2013

Hallo meine Lieben!

Nach einer durchfrorenen Nacht haben wir am Dienstag Canberra per Bus erkundet und einstimmig beschlossen, dass alle Reiseführer Recht haben, wenn sie sagen, dass Canberra nicht viel zu bieten hat. Das einzig Erwähnenswerte war, dass wir in Jamie Oliver´s neuem Restaurant "Jamie´s Italian" essen waren, und das, dank der noch nicht offiziellen Eröffnung sehr günstig.

Anschließend ging es weiter nach Jindabyne, in die Snowy Mountains. Leider nicht mehr ganz so "snowy", da die Skisaison seit Anfang Oktober beendet ist. Jindabyne liegt auf 930m Höhe und der höchste Berg Australiens, der Mt Kosciuszko, auf 1985m. Diesen haben wir am Mittwoch nach einer weiteren, noch kälteren Nacht (-1°C), in der wir mitsamt aller Klamotten geschlafen haben, dann von Thredbo aus per Sessellift erklommen und den weiteren Rest bis fast zur Spitze zu Fuß erklettert. Hier werde ich von Mama genötigt, zu erwähnen, dass sie ALLEINE bis zur letzten Bergstation geklettert ist, während Papa und ich lieber den Ausblick genossen haben. Wunderschöne Aussicht von dort oben! Leider sind wir etwas zu spät losmarschiert, sonst hätten wir es bis gaaanz nach oben zum Mt Kosciuszko geschafft, so allerdings wäre der letzte Sessellift ohne uns runtergefahren, da Anstieg und Rückweg zuviel Zeit beansprucht hätten, um pünktlich zurück zu sein.

der letzte Schnee die Mutter und ich

Auf dem Rückweg zum Campingplatz, der übrigens wunderschön am Lake Jindabyne lag, haben wir noch einen Abstecher zum Mitre 10 gemacht, einem Haushaltswarenladen, um Extra-Decken für die kommende Nacht zu kaufen, da diese wieder unter 0°C kalt werden sollte. Die letzten zwei Nächte haben gereicht... Man kann sich kaum vorstellen, welche Vorfreude eine einfache Fleecedecke und die Aussicht auf eine angenehm warme Nacht auslösen kann!!

Heute morgen ging es dann weiter nach Lakes Entrance. Nachdem Papa und ich morgens immer ausdiskutieren müssen, wer fahren darf, haben wir uns geeinigt, uns abzuwechseln. Ich bin komischerweise meist bei den Bergetappen und Serpentinen dran... Und auf unerwarteten Schotterpisten... Die Landschaft verändert sich so stark auf den einzelnen Etappen, von brauner ausgedorrt wirkenden Landschaft bis zu saftig grüner, an unsere Alpen erinnernden Landschaft.

Baustelle... So sieht´s aus, wenn Papa fährt... Schnurgrade

Lakes Entrance macht bisher einen schönen Eindruck... Am Strand gelegen lädt es uns herrlich zum Entspannen ein! Nach 8 Tagen strammem Sightseeing-Programm haben wir uns das auch verdient. Hier werden wir bis Freitag bleiben und es gemütlich angehen lassen! Heut haben wir uns auch direkt nach dem Abendessen bei Miriam´s den Sonnenuntergang vom Lookout aus angeschaut! Von hier aus sieht man die Sonne auch bis ins Wasser untergehen!

  

Jetzt spielen wir bei einem Gläschen australischem Wein noch eine Runde Karten und dann geht´s ab ins Bett!

Seid wie immer herzlichst gegrüßt und gedrückt!!!

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.